kitschig
Anfangs, lächelnd versteckend
ganz zaghaft umspielen,
verschmitzter Moment -
kindlich*
Reizend, dürstend begehrend
und ringend umschmiegen
verführend verführt -
sinnlich*
Wahrlich, fraglos vertrauend
die Seele nur zeigen,
Du mir wie ich Dir -
zärtlich*
Stärkend, bindend sich nähernd
den Kummer verteilen,
die Hand die mich hält -
tröstlich*
Schmalz
Süß singender Sängerknabe,
seine schwebende Stimme,
schützt Schwäche,
schwingt sanft säuselnd,
schwillt schwärmend,
schwört sinnliche Sinne,
sekündlich semantisch,
sehr schillernd, so schlicht,
Signale skizzierend,
sicher sein Stimmband,
seine Seele, so sanft
sogleich sogar strebend,
setzt sehnend in Brand.
Alliteration
Albern, aber:
Auch anfangs achtbare Alliterationen
altern allmählich,
Abnutzung aufweisend:
Abfall also, aergerlicherweise!
Andererseits:
Allemal anmaßend anzunehmen,
angelockte Aechter
achteten aus Anstand
als anmutig
angestaubte Alliterationen.
Metapher - Verdichtung
Und schwang gewähltes Wort in Stille,
so kam Gedankengut zur Macht;
zeitlos im Dasein ist der Wille,
wurzelt wie Knospen in der Nacht.
Da öffnen selbstverständlich Schranken,
der Vielfalt hoffend, grenzenlos;
seh' warmen Schnee in Blumen ranken,
die Sonne ruht, der Mond voll Moos.
In Trance lauf ich, in Silben denkend,
wie leiser Regen, dunkler Blitz;
und Mensch zu Tier, gabenlos schenkend,
Gottkinder mehrt durchdachter Witz.
Tod gib dem Leben, Du spaltest Seelen,
und formst die Worte - buchstabenlos,
ewiges Warten, sinnloses Quälen
Tag ohne Nacht, was mach ich bloss?