Ich selbst kam zum Dichten, nachdem ich vor einigen Jahren im Netz eines der großen Lyrik-Foren entdeckte, und spontan entschied, mich dort anzumelden. Auf dot.com sammelte ich also erste Erfahrung und lernte auch ein paar der theoretischen Grundlagen des Schreibens kennen.

Im Laufe der Zeit, bin ich durch so einige Foren gewandert – wie die meisten der Schreiberlinge es tun. Verbunden bin ich derzeit noch dem Dichterplaneten , den ich also hier auch nennen will.

Für mich gibt es Gedichte, die mir nicht aus dem Kopf gehen - auch nach Jahren noch nicht. Dazu zählen durchaus auch Werke der Onlinepoeten, von denen ich exemplarisch hier einige als Empfehlung aufführen möchte:

Das Gedicht Ruhe von Satchmo schwirrt zum Beispiel immer wieder durch meine Gedanken, in letzter Zeit oft. Einst, und auf einem anderen als den oben genannten Foren, habe ich dazu eine längere Interpretation verfasst, weshalb ich die Zeilen so intensiv gelesen habe, dass ich sie nun auswendig weiss. Mich freut das sehr.

Ein herrliches Gedicht, dass ich inzwischen sehr oft wieder gelesen habe, ist von Dete: Hoffnung, das in der Tat auch unter Hoffnung und Fröhliches zu finden ist. Der Text macht einfach Spass, zumal er mit schöner Selbstironie geschrieben ist.

Ein Gedicht, das in meinen Augen nicht gänzlich formal perfekt, dafür aber umso intensiver in den Bildern ist, ist zweifellos dieses von Flam: Orpheus' Zweifel. Hier einzutauchen lohnt sicherlich; darüber hinaus bietet es im Forum "Liebe und Romantik" einen hübschen Aspekt weit entfernt von den hier üblichen 0815-Werken. Ich verliere mich gern von Zeit zu Zeit in diesem Text.

Hier noch einmal ein Gedicht von Satchmo: Aushauchen, nach welchem ich aus gegebenen persönlichen Anlass heute kramte; es ist nicht tröstlich, aber auch Ausweinen soll manchmal ein guter Weg sein... Spannend ist auch Lias Interpretation der Zeilen, welche zwar nicht deckungsgleich mit der Intention des Autors einher geht, aber ein aufmerksames Lesen in jedem Falle wert ist.

Ein User, bei dem mir die Auswahl bestimmter Empfehlungsfäden absolut schwer fällt, ist Baratheon. Seinen Schreibstil prägt eine ganz eigene Feder, seine Bilder sind vielfältig und sprechend; ich vermag in fast allen seinen Fäden eine Besonderheit zu finden, die mir unverzichtbar geworden ist. Als Beispiele führe ich an dieser Stelle Niemandsland, oder Ich taufe Dich Liebe und natürlich sein Feigheit auf, riete aber jedem dazu, einmal selbst auf die Suche nach diesem Schreiber zu gehen.

Es wird Zeit, dass einer meiner Lieblingsautoren endlich Einzug in meinen Empfehlungsfaden erhält. Wer eine bildreiche Sprache, die eine Vielzahl von Assoziationen zu wecken vermag, wer sanfte Melancholie schätzt und sich gern einlässt auf Texte, die atemlos zu machen vermögen, der sollte einmal bei Ensimismado stöbern. Als Beispiel stelle ich hier mal die Moldaubeziehung ein, welche ich als besonders gelungen empfinde. Das Gedicht ist nicht ohne Ecken und Kanten, die ich auch an anderer Stelle mal hinterfragte bzw. benannte, aber wahrscheinlich gerade darum eines, dass man gern immer wieder mal liest. Bei diesem Autor lohnt auch das Stöbern nach seinen Texten in der Prosa!

Wenn ich schon Empfehlungen küre, dann darf wohl das Gedicht nicht fehlen, zu welchem ich über die Jahre hinweg ungezählt oft wiederkehrte und es auch künftig noch tun werde. Es hat viele Gesichter und offenbart mir stets ein Neues neben der Erinnerung; doch auch hier gilt der Rat, weiteres vom Autoren Metapher zu suchen, da wahrlich lohnend. Mondschatten
Mehr zu Micha findet man auch auf seiner HP: Denkbar, die auch wegen der dortigen Bilder sehr zu empfehlen ist.

Endlich habe ich einmal einen Text neueren Datums gefunden, bei dem mir ganz viel nach Bildersehen zumute war. Gleichzeitig verbindet der Text aber Erlebtes mit Empfindung und schwingt auf vielen Bauchebenen; stimmungsbezogen. Schaut doch einfach mal bei Max Prosa nach einigen Texten, zum Beispiel Gedanken eines Fabelwesens und vielleicht gelingt es ihm, auch Euch in vielen Sinnen und Sinnebenen verloren zurückzulassen.
Allerdings wäre es nicht fair, Max hier zu erwähnen, ohne einen Hinweis auf seine Musik zu hinterlassen. Das ist nämlich das Wesentliche, was ihn derzeit treibt. Viel dazu findet man auf seiner eigenen HP: Max Prosa
und mit ein wenig Glück, kann man ihn auch einmal live erleben.

Es ist natürlich unmöglich, bei der Vielzahl von wirklich guten Texten im Internet, alle aufzuführen, die einen berührten. So soll dies auch nur eine kleine Anregung sein, vielleicht einmal selbst auf die Suche zu gehen nach etwas, was einem gefällt. Geduld braucht man dafür allerdings auch – denn wie immer im Leben gilt es die Ausnahmen zu entdecken, schmunzel.



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