Sanftmut

 

 

 

So starben Tage,
verging sich die Wehmut
und grau zog ein Hauch.

Wie Blätter fielen
verstrichen die Winde
den Rostton im Blau.

Als kalter Regen
zerstob diese Nässe
und stillte den Durst.

Da prallte Sanftmut
in meine Nächte,
wie Steine auf Moos.

 

 

 

 

 

Am Telefon

 

 

 

Es plätschern die Worte, Gedanken umschweifen,
ich horch Deiner Stimme und Bilder entstehen
ganz sorgsam läßt Du mich Dein Leben begreifen,
ziehst nah mich, vertraust mir und Ängste vergehen.

Manch einen der Träume gemeinsam geflochten,
wir spüren einander, die Lippen bekennend,
gemeinsame Wege, wohin wir auch mochten,
und manchmal umarmend in Leidenschaft brennend.

Auch wenn Du weit fort bist, ich zähle die Strecke,
so bist Du, mein Liebster, mir Anfang und Ende,
am Telefon lauschend so vieles entdecke,
es plätschern die Worte, bekannt wird das Fremde.

 

 

 

 

 

Zweifelnd

 

 

 

 

 

Der morgen ist warm.
Er birgt mir zwei Sonnen.
Doch was bringt mir der Tag?

So lange geschlafen.
Ich horche den Träumen.
Was ist, wenn ich versag?

Ich greife nach Sternen,
ertrinke im Tau.
Der Tag riecht verraucht.

Heute wird er nicht kommen
sieh, wie traurig ich schau!
Hab' die Nacht auch verbraucht.

Ein Anfang ein Ende -
das wabernde Nichts.

Ich küss' Deine Lende,
ein williges Opfer
des jüngsten Gerichts.

Gehalten -
Gestalten!




 

 

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